In unserer Praxis integrieren wir ausgewählte Neurostimulationsverfahren indikationsbezogen, leitliniennah und individuell abgestimmt in bestehende Behandlungspläne.

Behandlungsprinzip

Nicht-invasive Neurostimulation nutzt schwache elektrische oder magnetische Impulse, um die Aktivität bestimmter Hirnareale oder neuronaler Regelkreise zu beeinflussen. Die Verfahren sind schmerzarm, gut verträglich und erfordern keinen operativen Eingriff.

Die Neurostimulation erfolgt stets:

  • auf Grundlage einer sorgfältigen ärztlichen Diagnostik
  • eingebettet in ein ganzheitliches Behandlungskonzept
  • ergänzend zu psychotherapeutischen, psychosomatischen oder medikamentösen
    Maßnahmen

Eingesetzte Verfahren

tDCS – transkranielle Gleichstromstimulation

Die tDCS moduliert die Erregbarkeit kortikaler Areale durch schwachen Gleichstrom. Sie wird insbesondere zur Unterstützung bei depressiven Syndromen, Aufmerksamkeitsstörungen und kognitiven Beeinträchtigungen eingesetzt.

rTMS – repetitive transkranielle Magnetstimulation

Die rTMS ermöglicht eine gezielte Stimulation tieferliegender neuronaler Netzwerke mittels Magnetimpulsen. Sie findet Anwendung vor allem bei therapieresistenten Depressionen, Angststörungen und bestimmten neurologischen Erkrankungen.

TPS – transkranielle Pulsstimulation

Die TPS arbeitet mit fokussierten Impulsen und wird vorrangig zur Förderung neuroplastischer Prozesse eingesetzt, insbesondere bei kognitiven Einschränkungen und neurodegenerativen Veränderungen.

Nicht-invasive Vagusstimulation

Die Stimulation des Vagusnervs zielt auf die Regulation des autonomen Nervensystems ab. Sie kann stabilisierend wirken bei Stress-, Angst- und Erschöpfungssyndromen sowie bei psychosomatischen Beschwerden.

Einsatzgebiete

Die nicht-invasive Neurostimulation kann – je nach Verfahren – eingesetzt werden bei:

  • Depressiven Erkrankungen (auch therapieresistent)
  • Angst- und Belastungsstörungen
  • Psychosomatischen Beschwerden
  • Chronischen Stress- und Erschöpfungszuständen
  • Kognitiven Beeinträchtigungen
  • Neurologischen Funktionsstörungen

Integration in ein ganzheitliches Konzept

Neurostimulation verstehen wir nicht als isolierte Maßnahme, sondern als Bestandteil eines umfassenden, multimodalen Behandlungskonzepts. Sie wird kombiniert mit:

  • ärztlicher Psychotherapie
  • psychosomatischer Diagnostik und Begleitung
  • medikamentöser Therapie, sofern indiziert
  • verhaltens- und ressourcenorientierten Interventionen

So entsteht ein individuell abgestimmter Therapieansatz, der sowohl neurobiologische als auch psychische und psychosoziale Faktoren berücksichtigt

Medizinische Verantwortung und Sicherheit

Alle Neurostimulationsverfahren werden in unserer Praxis fachärztlich geplant, durchgeführt und überwacht. Vor Beginn erfolgt eine ausführliche Aufklärung über Wirkweise, Chancen, Grenzen und mögliche Nebenwirkungen.

Unser Anspruch ist es, moderne Neurotechnologien verantwortungsvoll, evidenzbasiert und patientenzentriert einzusetzen – mit dem Ziel, nachhaltige Verbesserungen von Symptomen, Funktionsniveau und Lebensqualität zu erreichen.